Zum Hauptinhalt springen

Chancenmesse verschafft direkten Draht

Unternehmen der Region beraten auf der jährlichen Job- und Karrieremesse in der CGM Arena

RZ – Montag, 10. Oktober 2022

Von Alexander Thieme-Garmann

Koblenz. Die Chancenmesse in der CGM-Arena bot am Wochenende Besuchern die Gelegenheit, einen Einblick in die Arbeitswelt von Unternehmen aus der Region zu erhalten. Dabei beschränkte sich das Publikum nicht nur auf Jobsuchende. Auch Arbeitnehmer, die vielleicht mit einem Jobwechsel liebäugeln, konnten sich an zahlreichen Ständen individuell beraten lassen.

Auf einem Rundgang mit Bürgermeisterin Ulrike Mohrs ließ sie, die ehemalige Chefin der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen, ihren besonderen Bezug zum Thema Arbeitsmarkt immer wieder durchblicken. „Früher war es oft so, dass man nach der Ausbildung ein Leben lang bei ein und demselben Arbeitgeber geblieben ist“, bemerkte Mohrs. Heute hätten die Arbeitnehmer vielmehr Möglichkeiten, um ihre Jobkarriere flexibel zu gestalten. Voraussetzung, um überhaupt eine Auswahl an vielversprechenden Alternativen vornehmen zu können, sei die Transparenz der Angebote vonseiten des Arbeitgebers, betonte Mohrs, um es gleich zu konkretisieren: „Der potenzielle Arbeitnehmer soll vorab wissen, in welchem Maße Aus- und Weiterbildung im jeweiligen Unternehmen betrieben werden können.“ Der große Vorteil der Chancenmesse liege darin, die Firmenvertreter direkt anzutreffen, um das Gespräch mit ihnen zu suchen. „Oft scheitert eine Kontaktaufnahme im alltäglichen Leben an der Unentschlossenheit der Zielperson“, weiß Mohrs und kommt zu dem Ergebnis, dass das ständige Abwägen letztlich dann dazu führe, doch alles beim Alten zu belassen.

Einige Unternehmen waren gar mit ihrem Geschäftsführer vertreten, der bei der üblichen Jobanbahnung für gewöhnlich im Hintergrund bleibt. Im Gegensatz zu der Kontaktaufnahme über E-Mail oder Telefon ergab sich auf der Chancenmesse auch die Gelegenheit, durch den Faktor der persönlichen Ausstrahlung zu punkten, um selbst bei lückenhafter Qualifizierung so vielleicht doch noch eine Nische im Unternehmen zu erhaschen.

Neben der persönlichen Beratung sorgten einige Stände durch kreative Werbeaktionen für Aufsehen. So schickte die Stadtverwaltung Koblenz im Rahmen ihres Projekts „Großstädtchenliebe“ zwei Vertreter des Kommunalen Vollzugsdiensts auf ihre Rundgänge durch die Messehalle. Ein Arzneimittelgroßhändler aus der Region bot dem geneigten Besucher an, in einen Spezialanzug zu schlüpfen, der ihm das Gefühl vermittelte, im Körper eines 80-Jährigen zu stecken. Im Vergleich dazu harmlos war das Gewinnspiel, das auf der annähernd richtigen Schätzung der Anzahl an Medikamentenkapseln in einem Glas beruhte.

Abseits der Informationsstände konnten sich die Besucher in einem Extrabereich anhand von Diavorträgen ein Bild von einigen Unternehmen machen. Das „Unternehmen“ Bundeswehr etwa wurde vorgestellt von Susanne Feiden, Leiterin des hiesigen Bundeswehrberatungsbüros. Feiden wies neben der Möglichkeit einer militärischen Karriere auch auf die vielfältigen Jobangebote im zivilen Bereich der Bundeswehr hin, die quasi einen Querschnitt durch die Welt der Berufe schlechthin lieferten. Dabei werde auch der Ausbildung innerhalb der Bundeswehr große Bedeutung beigemessen.

Die aktuellen Stellenangebote finden Sie hier.

Zurück